<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	>

<channel>
	<title>Friends Of Misery</title>
	<atom:link href="http://www.friendsofmisery.de/content/?feed=rss2" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.friendsofmisery.de/content</link>
	<description>Mitteldeutschlands Metalkultur</description>
	<pubDate>Tue, 15 May 2012 17:51:56 +0000</pubDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.7.1</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>In Semper Diabolica - Halle 5 e.V., Leipzig</title>
		<link>http://www.friendsofmisery.de/content/?p=1097</link>
		<comments>http://www.friendsofmisery.de/content/?p=1097#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Nov 2011 11:28:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Germanenhelga</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Liveberichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.friendsofmisery.de/content/?p=1097</guid>
		<description><![CDATA[Nach dem, was uns die Meteorologen mit wackeliger Stimme als Sommer  verkaufen wollten, freut man sich fast ein wenig auf die Indoorsaison,  die des Metallers Trinität - Bier, Schweiß und Nackenschmerz - wieder in  geschlossene Räumlichkeiten verlegt: Kein Schlamm vor der Bühne, kein  Aggregat neben dem Zelt, und schon gar kein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nach dem, was uns die Meteorologen mit wackeliger Stimme als Sommer  verkaufen wollten, freut man sich fast ein wenig auf die Indoorsaison,  die des Metallers Trinität - Bier, Schweiß und Nackenschmerz - wieder in  geschlossene Räumlichkeiten verlegt: Kein Schlamm vor der Bühne, kein  Aggregat neben dem Zelt, und schon gar kein frittiertes Abendmahl. So  lässt sich dann auch der Andrang erklären, der beim Herbstauftakt der  Metalheadz herrscht: Gegen 21 Uhr ist nicht nur die Halle 5 ganz gut  gefüllt, sondern auch der zugehörige Vorplatz kann als Raucherreservat  bei nicht wenigen punkten.</p>
<p>Dass SLAUGHTERED EXISTENCE die Party in knallengen Jeans und Kutte  bereits eröffnet haben, als wir mit halbleeren Getränkebehältern den Ort  des Geschehens entern, ist bedauerlich und dann doch nicht zu ändern:  Für die sichtlich gut gelaunten Jungspunde beginnt die Aftershow wie für  uns der Abend: Mit schwarzmetallischen Gründerzeit-Epen von <span class="special">VENT</span>.Die aus diversen Local Heroes zusammengewürfelte Truppe serviert im  derzeit angesagten &#8220;Ich bin nur dreckig, das ist kein&#8221;-Corpsepaint eine  schöne Oldschool-Breitseite, die aufgrund des hallig-räudigen  Gitarrenklangs und der guten Gesangsleistung nach einer Mischung aus  etwas Zombiefilm und viel schwarzer Messe klingt. Dabei fällt schnell  auf, dass der Sound insgesamt eher retro als originalgetreu angelegt  ist, und das simpel strukturierte Inferno wirkt durch psychotische  Melodiefragmente und die DSBM-nahen Vokaleinschübe frischer, als man das  von einer Band dieser konservativen Ausrichtung erwartet hätte. GOAT  FUNERAL sind mir folglich spontan in den Kopf gekommen, während die den  Abend über konstant rotlastige Ausleuchtung der Bühne für das gewisse  Quäntchen Hölle sorgt, zu dem man sich das Leben nicht selbst machen  kann. Da müssen Profis wie eben VENT ran.<br />
Natürlich gibt es innerhalb der oftmals überraschend ausladenden  Kompositionen auch ein paar Längen, doch im Großen und Ganzen machen  VENT heute Abend alles richtig und verabschieden sich mit einem Cover  von BATHORY (?) angemessen hochwertig. Wirklich empfehlenswerte  Liveband.</p>
<p>Nach kurzer Umbaupause gibt es von den unvergleichlich betitelten <span class="special">BITCHHAMMER</span> den namengebenden Malleus in die kraniale Resterampe. Die junge Truppe  hat sich mit ihrer Mischung aus 80s-Speed und fetter Black Metal-Kante  durchaus einen Ruf erspielt und kann selbigem heute auf ganzer Linie  gerecht werden, da der fistraisende Speedtrain selbst bei Unkenntnis der  einzelnen Stücke die spröden Loden vom Ballon prügelt. Das Rezept  hierzu ist simpel genug: BITCHHAMMER jucken in technisch einwandfreier  Dörtigkeit einfach sämtliche Kultknöpfe auf 11 - von brummender Gitarre  und dreiklangverliebtem Bass, bis hin zum unvermeidlichen Uffta-Rhythmus  - und sorgen so trotz ihrer an VON gemahnenden Komplexitätsverweigerung  für schweißbedeckte, aber glückliche Gesichter. In Sachen Draht zum  Publikum vielleicht sogar die Band des Abends.<br />
Vor diesem Hintergrund fällt die gar nicht mal extrovertierte  Performance kaum auf: Hier wird mit Herz und Seele Musik gemacht, die  angesichts der versammelten 80s-Revival-Jugend fast schon das Prädikat  &#8220;generationsübergreifend&#8221; verdient, und WARHAMMER werden es aller  Voraussicht nach schwer haben, da noch eine Kelle drauf zu legen.</p>
<p>Sie machen es sich aber auch nicht leicht: Schon als die Band die  Bretter betritt, fällt auf, dass die vom Way Of Darkness in Erinnerung  gebliebene rot-schwarz-gestreifte Hose heute fehlt. Dabei weiß  eigentlich jedes Kind, dass auf Metalkonzerten ohne Längsstreifen in rot  und schwarz oder in weiß und verwaschen-blau gar nix geht!<br />
Um diese Auftaktschlappe auszugleichen, legen die drei Jungs von der  Punkstelle dann aber musikalisch nach und lassen ihr kuscheliges  HELL-fuckin&#8217;-HAMMER/old SODOM-Biest von der Leine. Das Geilste an dieser  rudimentären Art von Musik ist ja der selbstbewusste Verzicht auf  alles, dem man im Nachhinein auch nur annähernd philosophisches  Potenzial unterstellen könnte -  <span class="special">WARHAMMER</span> zocken sich weit südlich jeglicher Reflexionsebene durch einen  abgefeierten Set, der mit dem allgegenwärtigen &#8220;Ugh!&#8221; ganz gut  beschrieben ist und durch Covergranaten des Kalibers &#8220;Plunging Into  Megadeth&#8221; (HALLOWS EVE) weiter aufgewertet wird. Dass die vereinzelt  eingestreuten Stücke mit angezogener Handbremse Geschmackssache sind,  versteht sich von selbst - gemessen an den schweißgetränkten Reaktionen  im vorderen Bereich der Halle 5, schmeckt es heute allerdings den  meisten. Logisch: It&#8217;s as close to Abwechslung as it gets.<br />
Insgesamt eine im besten Sinne souveräne Vorstellung der Mannschaft aus  Nordrhein-Westfalen, wie auch die zur Neige gehenden Biervorräte  deutlich zeigen&#8230;</p>
<p>&#8230;und damit zur Premiere des Abends: Noch vor der letzten Band gibt es  in der Halle 5 kein Bier mehr, das diesen Namen auch verdient. Fassbier  alle, kurz darauf Beck&#8217;s alle, Heineken im Grunde bestenfalls  Bierersatzlösung, aber dennoch ebenfalls bald alle. Wer auch immer für  die Getränkeplanung zuständig ist, sollte vorm nächsten  Blackened-Deadly-Thrash-Inferno schleunigst fernmündlich beim  Dosendealer seines Vertrauens vorstellig werden und dort ein oder zwei  Fässer Pufferbier drauflegen lassen. Sonst wird das nämlich nix mit dem <span class="special">DELIRIUM TREMENS</span>.<br />
Selbige müssen zunächst folglich ohne uns zocken, da der Weg ins  nahegelegene Werk 3 etwas Zeit in Anspruch nimmt - der Lohn für die Mühe  ist Gerstensaft im formschönen Plastikbecher, der die Rückkehr zum  subjektiven Triumphmarsch geraten lässt und für das ein oder andere  neiderfüllte Antlitz sorgt.<br />
DELIRIUM TREMENS haben die Anwesenden derweil schon ordentlich angefixt,  was mit den zwischen schnell und schneller pendelnden Songs und dem  charakteristischen DESTRUCTION-Touch im Gesang zusammenhängen könnte:  Thrash ist wenn jede zweite Zeile in einem hochtonigen Schlenker endet,  den man als Schmier-Gedächtnis-&#8221;-jieau!&#8221; bezeichnen könnte, während  Gitarren und Schlagzeug unisono um die Wette rödeln. Die Bamberger  wissen das, beschränken sich dem entsprechend auf die absoluten Basics  und fahren damit heute verdammt gut, was trotz diverser  Ausfallerscheinungen im Publikum für einen gelungenen Abschluss der  Veranstaltung sorgt.</p>
<p>Ein Fazit war selten einfacher, denn der Herbstauftakt der Metalheadz  hat 2011 in allen Belangen überzeugt: Die Bands waren spielfreudig, das  Publikum zahlreich und feierwütig, der Sound kompakt und innerhalb  gewisser Grenzen durchaus nuanciert (VENT beispielsweise klangen  angenehm dreckig), und vom Ende der Biervorräte kann man noch seinen  Kindern erzählen. So wird aus Geschichte Legende, aus Legende  schließlich Mythos, und in 20 Jahren gab es dann wahrscheinlich schon  nach BITCH HAMMER kein einziges Getränk mehr in ganz Leipzig&#8230;<br />
Wer das verpasst hat, sollte eine heimliche Träne verdrücken und die Kutte umgehend für das nächste Date flottmachen.</p>
<p style="text-align: justify;">Bericht: rs. (Vielen Dank!)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.friendsofmisery.de/content/?feed=rss2&amp;p=1097</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Urn, Diabolical, Interment - Festung, Bitterfeld</title>
		<link>http://www.friendsofmisery.de/content/?p=1014</link>
		<comments>http://www.friendsofmisery.de/content/?p=1014#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 11 Dec 2010 09:35:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Germanenhelga</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Liveberichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.friendsofmisery.de/content/?p=1014</guid>
		<description><![CDATA[DIABOLICAL, URN, INTERMENT – das ergibt in direkter Übersetzung die  anmutige Phrase „Beisetzung der diabolischen Urne“, womit der grobe Plan  für den heutigen Sonnabend in Bitterfeld steht. Die drei  skandinavischen Bands machen der hiesigen Festung im Rahmen ihrer „Black  Steel Worship“-Tour die Aufwartung und der Füllstand des Gemäuers ist  trotz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>DIABOLICAL, URN, INTERMENT</strong> – das ergibt in direkter Übersetzung die  anmutige Phrase „Beisetzung der diabolischen Urne“, womit der grobe Plan  für den heutigen Sonnabend in Bitterfeld steht. Die drei  skandinavischen Bands machen der hiesigen Festung im Rahmen ihrer „Black  Steel Worship“-Tour die Aufwartung und der Füllstand des Gemäuers ist  trotz der jüngsten medialen Begeisterung für alles, was irgendwie nach  1990er Jahren klingt, vergleichsweise niedrig – vielleicht sind dem  geneigten Fan 13 € dann doch etwas happig, vielleicht wird die Kohle  aber auch nur für die jüngste Welle von Vinyl-Auflagen und allerlei  Nostalgia benötigt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span class="special">INTERMENT</span></strong> lassen sich davon nur  bedingt beeindrucken und beginnen ihren Set mit einer knappen Stunde  Verspätung gegen 22 Uhr. Warum genau die traditionsträchtige Verbindung  aus Nominon- und Demonical-Mitgliedern den Opener gibt ist unklar, denn  vom Start weg versammelt sich die überwiegende Mehrheit der Anwesenden  vor den Brettern, wo sie bei bestem Sunlight-Sound von unkomplizierten  Brettern in Empfang genommen werden. Mit saftig sägenden Gitarren und  der stilistischen Bandbreite von doppelseitigem Klebeband – ein  schneller Song und ein etwas schnellerer – wird dem Affen folglich  Zucker gegeben: Unruhige Träume („Dreaming In Dead“), die Erde öffnet  sich („Torn From The Grave“), höllische Horden („Breeding Spawn“)  sterben tausend Tode („Morbid Death“), und übrig bleibt eigentlich nur  noch „Infestering Flesh“.<br />
Klar, dass die Abwechslung inmitten dieser diabolischen Hatz ein wenig  aus dem Blick gerät, gewissermaßen Motörhead ohne Mitgröhlfaktor, dafür  bewegt man sich in Sachen Lautstärke permanent am oberen Ende der  Wohlfühlskala. Für <strong>INTERMENT</strong> indes ist das heute gar nicht mal so  schlecht: So kann die musikalisch im Grunde blutarme Hommage an „bessere  Zeiten“ ihre Wirkung über reine physische Gewalt entfalten, ohne sich  mit Nebensächlichkeiten wie songschreiberischer Finesse oder Interaktion  abzugeben. Und für 30 Minuten gelingt das den Schweden dann auch  ziemlich gut.</p>
<p style="text-align: justify;">Etwas filigraner gehen anschließend <strong><span class="special">DIABOLICAL</span></strong> zu Werke, die diesen Schritt hin zu komplexerer Rhythmik und diversen  melodischen Versatzstücken allerdings mit initialem Zuschauerschwund  bezahlen müssen. Wo man bei Interment noch maximal 10 Sekunden  benötigte, um den vorherrschenden Takt des jeweiligen Stückes zu  erfassen und sich anschließend für ein bis zwei Minuten sagte  „Durchhalten, Dicker!“, arbeiten die Landsmänner gerne einmal mit fiesen  Breaks, versetzten Einschüben und atmosphärischen Tupfern, die dem ein  oder anderen Halswirbel verschmitzt grinsend ein leises Adé mit auf den  Weg geben.<br />
Das fällt bei älteren Nummern - wie dem „Synergy“-Opener „Suicidal  Glory“ - noch nicht ganz so stark ins Gewicht, entfaltet dafür jedoch  gerade beim aktuellem Material seine volle Wirkung: „Eye“ beispielsweise  ist prinzipiell ein absolut tauglicher Brecher, der vor Energie und  Atmosphäre nur so strotzt – am heutigen Abend allerdings will die  Mischung aus Hackbrett und Melodie einfach nicht zünden. Auch „Children  Of The Mushroom Cloud“, der vielleicht coolste Song des Abends, ändert  wenig an diesem Umstand, ebenso wie die gelungenen Soli und der  vielleicht teddybärigste Zweitsänger aller Zeiten.<br />
Im Endeffekt spielen <strong>DIABOLICAL </strong>einen gelungenen Gig, der von  interessantem Songmaterial über Bewegung auf der Bühne bis hin zum  sympathischen Gesamteindruck alles hat, was man von gut gemachtem Death  Metal erwarten (und selbst nach dem zweiten Glühwein nachvollziehen)  kann. Dass es dennoch nicht reicht, liegt heute vielleicht am etwas  unterkühlten Publikum – oder daran, dass hier einfach nicht stumpf genug  geschrotet wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Das ändert sich indes mit <strong><span class="special">URN</span></strong>, die  in Sachen Bühnendeko schon vor dem Konzert Akzente setzen: Ein schicker  Ziegenschädel aus Pappmaché wird auf ein umgedrehtes Kreuz gepflanzt,  das Konstrukt mit der Nebelmaschine verbunden, und fertig ist der  rauchende Baphomet. Dazu wabert gespenstischer Dunst durch den Raum,  während das „Hellbangers Tampere“-Banner im Hintergrund erste Hinweise  zur musikalischen Ausrichtung liefert: Wer mit einem Songtitel namens  „Hellbangers“ etwas anfangen kann, wird im Anschluss nur wenige  Überraschungen erleben und sich maximal mit ein paar Imagekorrekturen  arrangieren müssen.<br />
Letzteres fängt bereits beim optischen Eindruck an, denn <strong>URN</strong> bedienen  sich zumindest in Ansätzen der alten Kunst des Corpsepaints, zeitgemäß  ergänzt um Sonnenbrillen und die obligatorische Assi-Rockstar-Attitüde.  Das ergibt in der Quersumme etwa „Nuclear Fuck You Thrash Metal“,  erwartungsgemäß der guten alten Rasierapparat-Schule verbunden und dem  entsprechend zu gleichen Teilen blechern sägend und pappig nagelnd.  Nicht falsch verstehen: Der Sound ist vorzüglich abgemischt, mit  trockenen Obertönen, einem Hauch von Bass, angenehm schneidenden Vocals,  und allem sonstigen Ornat der wahren Schule, die mit den Feinheiten  moderner Tontechnik nach analoger Erfüllung strebt. Dazu diese leicht  unterkühlte Räudigkeit, die auch Impaled Nazarene bisweilen versprühen –  fertig ist der finnische Mad Max-Lack.<br />
Positiv wirkt sich im akustischen Blitzkrieg der allgemein steigende  Zuspruch aus: Neben Interment scheinen <strong>URN</strong> für die meisten Gäste wohl  der Hauptgrund des Besuchs zu sein, was für diverse Mosh-Nester in den  vorderen Reihen sorgt. Dass die Finnen innerhalb ihrer Genregrenzen  geschickt variieren, dem Thrash wahlweise schwarzes oder klassisches  Metall zur Seite stellen, macht <strong>URN </strong>sogar abwechslungsreich – zumindest,  bis der Schienenersatzverkehr den Abend ein wenig zu früh beendet.  Dennoch: Ein würdiger Headliner waren <strong>URN</strong> bis hierher auf jeden Fall.</p>
<p style="text-align: justify;">Abschließend bleibt zu sagen, dass die Zusammenstellung des Pakets  überzeugen konnte – drei stilistisch verwandte, aber einander nicht  allzu ähnliche Bands sind im Zeitalter der „30 Euro für 8 Bands in 4  Stunden“-Konzerte eine willkommene Abwechslung, die es durchaus öfter  geben dürfte. Wenn dazu  dann auch noch in kleinen Bechern Glühwein  ausgeschenkt wird, lassen sich die relativ kurzen Spielzeiten ebenfalls  verschmerzen, zumal daran auch das bisweilen distanziert wirkende  Publikum einen Anteil gehabt haben dürfte. Bleibt unterm Strich ein  unterhaltsamer Abend für friends of the harder gangway.</p>
<p style="text-align: justify;">Bericht: <strong>rs</strong>. (Vielen Dank!)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.friendsofmisery.de/content/?feed=rss2&amp;p=1014</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Sabaton, Alestorm, Thaurorod - Hellraiser, Leipzig</title>
		<link>http://www.friendsofmisery.de/content/?p=970</link>
		<comments>http://www.friendsofmisery.de/content/?p=970#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 04 Oct 2010 12:47:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Germanenhelga</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Liveberichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.friendsofmisery.de/content/?p=970</guid>
		<description><![CDATA[Der Weltkrieg startet Donnerstag - zumindest hier in Leipzig, wo sich  heute Abend nicht nur SABATON durch den Schützengraben schlagen werden,  sondern auch THAUROROD und die schottischen Kielmörser von ALESTORM.  Soweit zum militärischen Slang, der sich bei den Schweden immer wieder  anbietet, allerdings keine Antwort auf die Frage bietet, wer oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Der Weltkrieg startet Donnerstag - zumindest hier in Leipzig, wo sich  heute Abend nicht nur SABATON durch den Schützengraben schlagen werden,  sondern auch THAUROROD und die schottischen Kielmörser von ALESTORM.  Soweit zum militärischen Slang, der sich bei den Schweden immer wieder  anbietet, allerdings keine Antwort auf die Frage bietet, wer oder was  ein Sabaton denn nun eigentlich ist. Wahrscheinlich etwas Großes,  Lautes, irgendwie Kriegerisches&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">&#8230;wovon <strong><span class="special">THAUROROD</span></strong>, die finnischen  Opener des Abends, jedoch noch ein paar Fußbreit entfernt sind. So sehr  die hochmelodische Kreuzung aus Sonata Arctica und Dragonforce auf  Plastik zu gefallen weiß, so zwiespältig ist der leibhaftige Eindruck am  heutigen Abend: Angetan mit neonfarbenen Gitarren und motiviert bis in  die Haarspitzen gniedeln sich die Instrumentalisten durch einen  zuckersüßen Speedbatzen nach dem anderen und versuchen so, die  unterirdische Abmischung vergessen zu machen. Der Erfolg indes ist  marginal: Vom exzessiv bedienten Keyboard ist während der gut 40 Minuten  so gut wie nichts zu vernehmen, das Schlagzeug verleiht dem Begriff  „Luftdruck“ eine neue Bedeutung, und der Klang im Überblick wirkt eher  auf extremen Metal zugeschnitten, als auf sinfonisches Finnenfilet. Zu  allem Überfluss ist Sänger Markku auch in seinen besten Passagen hörbar  von der auf CD veröffentlichten Qualität entfernt, was man je nach Gusto  der Unerfahrenheit auf der Bühne oder der modernen Studiotechnik in die  Schuhe schieben darf. Sagen wir so: Hammerfall&#8217;s Joakim Cans ist im  Vergleich dazu das personifizierte Stimmvolumen.<br />
Dass es dennoch recht kurzweilig bleibt, verdankt man unkaputtbaren  Songs wie „Warriors Heart“ oder „Shadows And Rain“, die live trotz aller  Widrigkeiten glänzen können und <strong>THAUROROD</strong> dann doch zu einem durchaus  gefälligen Opener machen.</p>
<p style="text-align: justify;">Deutlich leichter haben es im Anschluss <strong><span class="special">ALESTORM</span></strong>,  deren Tavern Metal auch publikumsseitig weniger reserviert angenommen  wird. Die Schotten beschränken sich auf songdienliche Hauruck-Riffs, ein  enorm cooles Keyboard zum Umhängen, und sie bieten vor allem im  Gesangsbereich genau das Quäntchen Melodie, das selbst im angeschlagenen  Zustand noch machbar erscheint. Dem entsprechend flachst man sich bei  mittlerweile ordentlichem Sound durch einen kurzweiligen Set, erzählt  ein wenig von zuhause, lässt hier und da die letzten Auftritte auf der  Heidenfest-Tour Revue passieren, und heizt ansonsten mit leichtfüßigen  Kaperfahrten des Kalibers „Wenches &amp; Mead“, „Captain Morgan&#8217;s  Revenge“ oder „Pirate Song“ die Bude auf.<br />
Hier, wie auch schon bei Thaurorod, fällt auf, dass die Bands in Sachen  Bühnenpräsenz eher auf Sparflamme agieren: Die Kräfte werden  offensichtlich für die Monstertour geschont und man beschränkt sich auf  partielle Animation des Publikums. Das ist nachvollziehbar und  funktioniert über weite Strecken auch ganz annehmbar – manchmal  allerdings wünscht man sich dann doch das metaphorische Weiße im Auge,  welches großartige Konzerte von guten unterscheidet. Nichtsdestotrotz  ein gelungener Auftritt der Familienbande&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">&#8230;der nach der Umbaupause von einer allmighty „Ghost Division“ ohne Anlauf in Grund und Boden gepanzert wird. <strong><span class="special">SABATON</span></strong> lassen vom Start weg keinerlei Zweifel daran aufkommen, dass ihr  moderner Power Metal mit erhöhtem Eurovisionsfaktor genau der Stoff ist,  für den Livekonzerte einst erfunden wurden. Und angesichts der  energiegeladenen Performance der Schweden, die sich immer wieder wie  Bolle über ihre erste Headlinertour freuen, hätte man sogar auf die  Lichtsäulen im Hintergrund verzichten können, die wahrscheinlich einfach  nur über waren, nachdem In Flames auf LEDs umgesattelt haben.<br />
Davon abgesehen ist im technischen Bereich alles top: Die Gitarren  braten, das Schlagzeug klingt angenehm voluminös, und die  Keyboardakzente durchschneiden – das wollte ich immer schon mal  schreiben – Leipzigs Himmel wie ein hundertfach gefaltetes Ninjaschwert.  Sozusagen „heavy metal carpet bombing“ vom Feinsten, womit wir dann  auch bei einer interessanten Beobachtung wären: Als Zuschauer wird einem  der unglaubliche Charme dieser Truppe erst so richtig bewusst, wenn man  die lyrisch nicht gerade krabbelgruppentauglichen Refrains von  „Uprising“ oder „The Final Solution“ befreit in Richtung Bühne  schleudert, weil der Cocktail aus historischen Hintergründen und  Metalphrasen trotz respektvoller Behandlung der Themen ein unglaubliches  Maß an Pathos und schillernder Eingängigkeit transportiert. Ob „Cliffs  Of Gallipoli“, „Screaming Eagles“ oder „Wolfpack“ - <strong>SABATON</strong> verpacken  ernste Themen in fistraisende Hymnen der Extraklasse, was den Leipzigern  am heutigen Abend derart gut reinläuft, dass die ohne Pause abgefeierte  Band erst nach dem zweiten Zugabeblock von den Brettern darf. Denn eins  ist ja wohl klar: Ohne „Primo Victoria“ und „Coat Of Arms“ kommt hier  keiner lebend raus. Ein astreines Konzert, eine grundsympathische  Truppe, und damit eine absolute Empfehlung!</p>
<p style="text-align: justify;">Bericht: <strong>rs</strong>. (Vielen Dank!)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.friendsofmisery.de/content/?feed=rss2&amp;p=970</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>8. Chronical Moshers - Hauptmannsgrün</title>
		<link>http://www.friendsofmisery.de/content/?p=859</link>
		<comments>http://www.friendsofmisery.de/content/?p=859#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 14:00:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Germanenhelga</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Liveberichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.friendsofmisery.de/content/?p=859</guid>
		<description><![CDATA[Es ist Juni und damit wieder einmal Zeit für einen Kurzurlaub im Vogtland bei den Moshers. Bei strahlend schönem Wetter machen wir uns also auf den Weg, beziehen im idyllischen Heinsdorfergrund Quartier und werden freundlicherweise von einem jungen Herrn gen Festivalgelände gekutscht. Dort angekommen, genehmigen wir uns ein Frischgezapftes und harren der Dinge.
Leider kommen dann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es ist Juni und damit wieder einmal Zeit für einen Kurzurlaub im Vogtland bei den Moshers. Bei strahlend schönem Wetter machen wir uns also auf den Weg, beziehen im idyllischen Heinsdorfergrund Quartier und werden freundlicherweise von einem jungen Herrn gen Festivalgelände gekutscht. Dort angekommen, genehmigen wir uns ein Frischgezapftes und harren der Dinge.</p>
<p style="text-align: justify;">Leider kommen dann sehr viele Dinge zusammen, sodass wir von den Bands nicht allzuviel mitbekommen. Für den Freitag lässt sich insgesamt aber sagen:<br />
Alle Bands haben sich wacker geschlagen, zudem für die draußen stattfindenden Gespräche eine schöne Hintergrundmusik abgeliefert und allesamt haben sie zu wenig Publikum, denn auch auf dem Moshers reißt die neue Sitte ein, dass das Publikum größtenteils nur noch am Samstag erscheint oder eben, wie wir, draußen mit Bekannten die neusten Neuigkeiten austauscht. Trotzdem war das Partyzelt bereits bei Furnaze recht anständig gefüllt und beim Headliner Big Ball ging zumindest in den ersten 5 Reihen die Post ab; die Jungs haben der Meute zum Freitagabend ein echtes Schmankerl geliefert!        <img class="alignright size-medium wp-image-874" title="Warhammer" src="http://www.friendsofmisery.de/content/wp-content/uploads/2010-06-12-chronical-moshers_11-300x225.jpg" alt="Warhammer" width="300" height="225" /></p>
<p style="text-align: justify;">Der Samstag beginnt für uns mit WARHAMMER aus Deutschland, die sich selbst als Death Metaller empfinden, für meinen Geschmack aber eher sehr thrash&#8217;n'rollig daherkommen und ordentlich Gas geben! Die Hütte ist dementsprechend voll, in den ersten Reihen kreist die eine oder andere Matte im Takt, und das vorhandene Publikum zeigt sich schwer angetan von den Jungs, denn die Musik ist geradezu zackig und geht quasi direkt in die Beine über. Für mich eine der besten Bands des Festivals!</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><img class="size-medium wp-image-880 alignleft" title="Milking The   Gotamachine" src="http://www.friendsofmisery.de/content/wp-content/uploads/2010-06-12-chronical-moshers_35-225x300.jpg" alt="Milking The Gotamachine" width="178" height="238" /></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Mit MILKING THE GOATMACHINE gibt es dann einen echten 5-Uhr-Tee-Knaller! Der Ziegenverein aus dem Westen der Republik entfacht hier auf der kleinen Bühne ein wahres Grind-Gewitter und tritt den Anwesenden mal mächtig in den Arsch. Gekonnt werden schnelle, geholzte Passagen mit absolut fetten Grooves gemischt und mit einer Prise Death versehen. Der Knüller ist eigentlich Schlagzeuger Goatleeb (ja, für witzige Namen haben die Jungs was übrig), der nicht nur an seinem Gerät rotiert sondern auch die Vocals beisteuert. Für mich die beste Band des Abends und absolut empfehlenswert!</p>
<p><img class="size-medium wp-image-882 alignright" title="Milking The   Goatmachine" src="http://www.friendsofmisery.de/content/wp-content/uploads/p1010523-225x300.jpg" alt="Milking The Goatmachine" width="162" height="216" /></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Als nächstes stehen ANDRAS in den Startlöchern und diese Band habe ich ja nun nicht gerade in bester Erinnerung, aber an diesem Abend setzen sie sich die Krone selbst auf: Was auch immer diese Band macht, sie hat definitiv ein Definitionsproblem! Eine Band, die bemüht ist, alle möglichen Spielarten des schweren Metals mit einem Set zu bedienen, ist für den geneigten Hörer zwar nicht langweilig, kann aber auch nicht wirklich als gut empfunden werden. Mal schwanken die Jungs zwischen Pagan und Black, mal zwischen Death und Deathcore und im Endeffekt wissen sie wahrscheinlich nur selbst, was sie eigentlich machen wollen. Mir bleibt der sprichwörtliche rote Faden heute jedenfalls verborgen; richtig schlimm finde ich das aber nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Was ich dagegen richtig schlimm finde, und das auch immer wieder, man bekommt diese Band ja überall unfreiwillig aufgedrückt, sind GORILLA MONSOON: Außer bereits zum X-ten Mal gehörten dummen Sprüchen nix gewesen. Doch, da war noch was: Ohrenbluten!</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="size-medium wp-image-868 alignright" title="Pandemia" src="http://www.friendsofmisery.de/content/wp-content/uploads/p1010530-300x225.jpg" alt="Pandemia" width="300" height="225" />Da Cliteater kurzfristig ausfallen, übernehmen die Jungs von PANDEMIA das Zepter und endlich kommt mal Bewegung in die Sache. Die Jungs aus Tschechien gehen ansatzlos in die Vollen und können ein doch recht ansehnliches Häufchen Metaller in Rotation versetzen. Geboten wird wuchtiger, bodenständiger Death Metal, der den einen oder anderen interessanten Melodiebogen aufweist und meistens extrem drückend und groovig, aber nie langweilig, daherkommt. Absolut empfehlenswerte Liveband!</p>
<p style="text-align: justify;">Da, wo Pandemia aufgehört haben, machen FLESHCRAWL einfach mal weiter: Auch hier wabert bleischwerer Death Metal durch die Boxen, der allerdings etwas oldschooliger ist als bei den Vorgängern. Der Vorteil von FLESHCRAWL ist, dass sie schon sehr lange im Geschäft sind und einfach wissen, wie sie eine träge Meute in Bewegung versetzen. Ihre eigene Spielfreude und Bühnenperformance, inklusive Megarumposen, ist dermaßen ansteckend, dass hier im Zelt niemand mehr stillsteht; man könnte auch sagen, dass im Zelt endlich Partystimmung ausgebrochen ist. Ein absolut überzeugender Auftritt, wie ich es von den Jungs nicht anders erwartet habe, daran kratzen auch die kleinen Abstimmungsproblemchen bezüglich der zu spielenden Songs nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem Fleshcrawl das Feld gebührend für DISBELIEF geebnet haben, erreicht die Stimmung ihren Siedepunkt! Das Zelt ist bis zum allerletzten Platz ausgefüllt und die Meute willig. Die Jungs bieten heute Abend einen ansprechenden Streifzug durch ihre älteren Platten, präsentieren aber auch ganz neues Material, welches beim Publikum richtig gut ankommt. Ich gehöre ja eher zu den Menschen, die sich Disbelief nie ins Plattenregal stellen würden, aber ich muss dennoch unumwunden zugeben, dass die Jungs live einfach eine Macht sind und die Meute spielend um den Finger wickeln können. Ein sehr überzeugender Auftritt, der dann doch ein wenig neugierig aufs neue Material macht.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit der letzten Band des Abends, SCAR SYMMETRY, sind wir dann scheinbar auch so irgendwie am Ende angekommen: Das Zelt ist bei dem vermeintlichen Headliner nicht mal zu einem Viertel gefüllt und man könnte sich für diese Band glatt fremdschämen. Die Jungs aus Schweden bieten Progessive Metal der übelsten Sorte, der zudem eine starke Schlagseite Richtung Deathcore aufweist, und als ob das nicht schon genug Pein wäre, gibt&#8217;s das Ganze teilweise sogar 4-stimmig auf die Lauscherchen. Da hilft kein Ohrenanklappen mehr, da hilft nur noch Flucht. Dies ist im Übrigen der Beweis dafür, dass weder das Label noch künstlich erzeugter Hype als Qualitätsmerkmal für eine Band anzusehen ist!</p>
<p style="text-align: justify;">Fazit: Im Großen und Ganzen kann ich an diesem Festival einfach nicht rummeckern, dafür ist es viel zu cool! Das Preis-Leistungs-Verhältnis war wie immer perfekt, ebenso das ganze Drumherum und der Sound war dieses Jahr geradezu bombastisch. Einziges Manko, für mich ganz persönlich!, war heuer die etwas sperrige Bandauswahl und, eine Tatsache, die ich nicht mal ansatzweise einleuchtend finde, dass Scar Symmetry als Headliner fungierten, denn die wollte ja wohl offensichtlich niemand sehen. Ansonsten war der Wohlfühlfaktor wie jedes Jahr extrem hoch und ich kann nur sagen, dass ich immer wieder gerne zu den Moshers ins Vogtland fahre.</p>
<p style="text-align: justify;">Fotos: Lobedana (Vielen Dank dafür!).</p>
<p style="text-align: justify;">
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.friendsofmisery.de/content/?feed=rss2&amp;p=859</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Festung Open Air - Flugplatz, Renneritz (Samstag)</title>
		<link>http://www.friendsofmisery.de/content/?p=805</link>
		<comments>http://www.friendsofmisery.de/content/?p=805#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 02 Jun 2010 10:14:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Germanenhelga</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Liveberichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.friendsofmisery.de/content/?p=805</guid>
		<description><![CDATA[Es ist Pfingsten und wer in Leipzig nicht von einer schwarzen Patchouliwelle erstickt und überrollt werden möchte, ergreift die Flucht. Hastig verfrachte ich meine Begleitung und einen Picknickkorb ins Auto, bevor es gen Renneritz zum Festung Open Air geht; also raus aus dem Großstadtmief, rein in die ländliche Idylle. Hier steht der Raps in voller [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es ist Pfingsten und wer in Leipzig nicht von einer schwarzen Patchouliwelle erstickt und überrollt werden möchte, ergreift die Flucht. Hastig verfrachte ich meine Begleitung und einen Picknickkorb ins Auto, bevor es gen Renneritz zum Festung Open Air geht; also raus aus dem Großstadtmief, rein in die ländliche Idylle. Hier steht der Raps in voller Blüte und zwischen den Feldern liegt eingekuschelt das schnieke Festivalgelände. Im Vergleich zu anderen Festivals ist hier alles übersichtlich - der Zeltplatz, das Publikum, das Gelände vor der Bühne, die Anzahl der Dixis und der Stände. Security sehe ich auf den ersten Blick keine, was ich als sehr angenehm empfinde, denn das zeugt von recht ausgeglichenen Besuchern. Man tuckert also vollkommen unbelästigt auf den Zeltplatz und hat schlagartig gute Laune. Nachdem wir uns kurz ein Bild der Lage gemacht haben, schlendern wir Richtung Bühne. Am Einlass werden wir knapp gefilzt, das war&#8217;s dann.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Bühne hat in etwa die Größe einer Hutschachtel, auf der sich gerade die erste Band, der wir aufgrund von Verspätung lauschen können, in Position bringt; sehr darauf bedacht, sich gegenseitig nicht mit der Panflöte oder dem Gitarrenlauf die Augen auszustechen. Es ist natürlich von <strong>NEGURA BUNGET</strong> die Rede. Nachdem sich die Band von mehreren tragenden Elementen getrennt hat, darf man gespannt sein, ob und wie das hohe Niveau der Musik gehalten wird. Zunächst bekomme ich aber erstmal Ohrläppchenflattern, denn der Sound, der dieser kleinen Bühne entspringt, ist geradezu berstend, um nicht zu sagen, extrem laut! Aber gut! Die Mannen plus Dame bieten einen Streifzug durch die letzten zwei Alben und können mich voll überzeugen: Getragene, langsame Parts in Abwechslung zu schnellen, geholzten Passagen und den obligatorischen Panflöten- und Holzgeklöppel-Einstreuungen; kurzum: Guter, ausgefallener Black Metal. Leider kommen gerade die ruhigen Parts beim Publikum nicht ganz so gut an, was vielleicht auch daran liegt, dass es einfach mal strahlend hell ist und auch der übermässig eingesetzte Nebel keine düstere Atmosphäre aus der Kiste zaubern kann. Dementsprechend zurückhaltend ist die Meute und auch auf der Bühne strotzt man nicht gerade vor Agilität. Insgesamt gesehen aber dennoch ein guter, solider Auftritt, der zeigt, dass die Band trotz Neubesetzung zu begeistern weiß.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Jungs von <strong>VOMITOR</strong> aus Australien sind nun quasi das Kontrastprogramm zur sehr komplexen Musik von Negura Bunget: Kein Experimentieren, kein Firlefanz, kein Schwarzmetall, einfach nur Thrash Metal! Die einfach aber wirkungsvoll gestrickten Songs gehen ziemlich gut ins Ohr und weisen einen extremen Mitwippfaktor auf. In den ersten Reihen geht so richtig die Post ab und die Meute zeigt sich schwer angetan. Besonders witzig sind die von Sänger Death Dealer eingestreuten Kreischattacken, die einen schönen Kontrast zu seinen ansonsten rotzig-dreckigen Vocals bilden. Insgesamt kann man sagen, dass die Band allen ordentlich einheizt und ein strahlendes Publikum zurücklässt.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie die Ankündigung verlauten lässt, spielen die Norweger von<strong> GEHENNA </strong>zum ersten Mal seit 12 Jahren wieder in Deutschland. Schock, schwere Not! Mir fällt ein, dass ich den Auftritt vor über einer Dekade auf dem Under The Black Sun gesehen habe, wie sich das anhört!, und fühle mich plötzlich wie eine verhunzelte, alte Rosine&#8230;. Ist das wirklich schon so lange her?!? Damals waren sie jedenfalls richtig gut und auch heute zünden die Jungs ein kleines Black-Metal-Feuerwerk! Nachdem sich die Band in den letzten Jahren mehrfach neu definiert hatte, sind sie nun bei der neuen, äußerst beliebten Spielart des Black&#8217;n'Roll angekommen, die mir persönlich sehr entgegen kommt und auch das anwesende Publikum zum Haare kreiseln animiert. Geboten wird schleppender, grooviger Sound, der plötzlich in absolutes Geholze gipfelt und von schön kratzigen, gepressten Vocals untermalt wird. Die Meute in den ersten Reihen geht quasi voll aus sich raus und auch der Rest kann diesem Auftritt einiges abgewinnen. Für mich die beste Band des Abends und die Bemerkung meiner Begleitung, das sei Grufti-Mucke, überhöre ich ganz galant!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>TULUS</strong>, ebenfalls aus Norwegen, die hier ihren ersten Auftritt in Deutschland überhaupt absolvieren obwohl sie schon seit 1993 am Start sind, beginnen mit einem pompösen, klassischen Intro (Edvard Grieg, wenn ich mich nicht täusche), schlagen dann aber in die gleiche musikalische Kerbe wie Gehenna. Auch hier gibt es Black&#8217;n'Roll à la Satyricon oder Vreid auf die Lauscherchen, der recht groovig daher kommt und von Sverres extrem gepresster Stimme und seiner Agilität lebt, leider aber auf die Dauer etwas zu monoton wirkt, was vor allem am Schlagzeug liegt. Ansonsten liefern die Jungs aus Oslo einen absolut überzeugenden Auftritt ab und sind für mich die zweitbeste Band des Abends!</p>
<p style="text-align: justify;">Auch das Betthupferl des Abends, <strong>SAHG</strong>, kommt aus dem Land der Trolle, geht aber musikalisch in eine komplett andere Richtung. Als die Band loslegt, freue ich mich auf echten Heavy Metal, doch dann öffnet Sänger Olav den Mund und beginnt zu singen&#8230; Gut, das ist dann eher eine Mischung aus Heavy Metal, Rock, Doom und  Eierkneifstimme, die mir schon nach 1 Minute tierisch auf den Keks geht. Neben mir flüchten die ersten Blackmetaller gen Zeltplatz und auch ich muss mich echt zusammen nehmen, um die Band bis zum Schluss ertragen zu können. Richtig schlecht sind sie nicht, richtig gut aber auch nicht; das ist einfach nicht mein Terrain!</p>
<p style="text-align: justify;">Fazit: Das Festung Open Air ist für Metaller, die, in Bezug auf die Bandauswahl, auf Klasse statt auf Masse setzen, sehr empfehlenswert! Hier bekommt man zwar nicht 20 Bands pro Tag geboten, dafür aber echte Raritäten! Das Festival ist, im Vergleich zu anderen Open Air, eher gemütlich als überlaufen, preiswert und relativ ruhig. Wer grölende Sauf-und-nur vor-dem-Zelt-grillen-Meuten erwartet oder liebt, ist hier definitiv falsch und sollte lieber auf größere Festivals fahren. Die Organisation verläuft reibungslos und überall findet man jemanden, der einem zur Not weiterhilft. Sehr angenehm fand ich die Unterpräsenz der Security: Kein Autodurchwühlen nach &#8220;gemeingefährlichen&#8221; Gurkengläsern, kein Abzählen der Getränke und kein sinnloses Betatschen am Einlass. Wer also in idyllischer Kulisse mit ein paar hundert anderen Metallern und sehr guter Musik ein gemütliches Wochenende verleben möchte, ist hier absolut an der richtigen Adresse!</p>
<p style="text-align: justify;">
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.friendsofmisery.de/content/?feed=rss2&amp;p=805</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Fleischfestival 3-Alte Turnhalle, Markkleeberg (Samstag)</title>
		<link>http://www.friendsofmisery.de/content/?p=737</link>
		<comments>http://www.friendsofmisery.de/content/?p=737#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 20:01:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Germanenhelga</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Liveberichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.friendsofmisery.de/content/?p=737</guid>
		<description><![CDATA[Zum dritten Mal laden die Markkleeberg Metalheadz zum kalten Buffet und am heutigen Samstag folgt eine recht zahlreiche Meute von Metallern dieser Einladung in die Alte Turnhalle. Wir lassen den Abend ganz gemütlich angehen und schenken uns die ersten Bands, schließlich werden die Knochen ja nicht jünger und so ein Abend kann lang werden&#8230;.
Das Festival [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Zum dritten Mal laden die Markkleeberg Metalheadz zum kalten Buffet und am heutigen Samstag folgt eine recht zahlreiche Meute von Metallern dieser Einladung in die Alte Turnhalle. Wir lassen den Abend ganz gemütlich angehen und schenken uns die ersten Bands, schließlich werden die Knochen ja nicht jünger und so ein Abend kann lang werden&#8230;.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Festival beginnt für uns also mit <strong>HIAM</strong> und schon gibt&#8217;s die erste Klatsche: Der Sänger liegt mit Magenvirus (hoffentlich) im Bett und konnte seine Kumpanen nicht begleiten. Diese haben es sich dennoch nicht nehmen lassen, in Leipzig aufzuschlagen und bieten eben einfach ein Instrumental-Konzert, welches vom Publikum recht gut angenommen wird. Großes Lob für diesen Zug und da kann man dann auch mal darüber hinwegsehen, dass sich die „Action&#8221; auf der Bühne in beschaulichen Grenzen hält. Geboten wird Doom, der sich recht zäh aus den Boxen wurschtelt und ein wenig im Gehörgang verweilt, bevor er sich endgültig ins Hirn brennt. Insgesamt gesehen ein recht schöner Einstieg in den Abend.</p>
<p style="text-align: justify;">Als nächstes entern die Jungs von <strong>DEFLORATION </strong>die Bühne und warum die Band zu so früher Stunde verheizt wird, ist mir gänzlich schleierhaft! Die Mannen machen sich daraus augenscheinlich nichts und legen ohne Ansatz los. Diesen Startschuss hat auch das Mikrokabel gehört und sprengt sich vor Freude selbst in die Luft, sodass Uwe erstmal unhörbar vor sich hingrunzt. Nachdem alles wieder repariert ist und mehrere Soundanweisungen verteilt wurden, geht&#8217;s nun endlich los. DeathMetal vom Allerfeinsten, gespickt mit allerhand Sprüchen; eben so, wie man es gewohnt ist. Die ersten Reihen gehen denn auch ziemlich ab und es entsteht das erste kleine Moshpitchen des Abends. Zur Krönung wird noch eine unbeteiligte Person auf die Bühne gezerrt, die für alle anderen im Publikum vormoshen darf. Bei <strong>DEFLORATION</strong> gibt es einfach nichts zu meckern!</p>
<p style="text-align: justify;">Während die Sprüche von Uns-Uwe einfach nur zum Schmunzeln sind und sich recht angenehm ins Gesamtbild fügen, sind die vom <strong>GORILLA MONSOON</strong>-Frontmann eher platt und zudem so überflüssig wie ein Kropf: „Wir haben noch 10 Ficks frei! Wer will?&#8221; Es melden sich überwiegend Männer&#8230;. Musikalisch gesehen wird dann, in meinen Augen, auch nicht viel mehr geboten und wir ziehen uns ins Außenzelt zurück. Die Meute vor der Bühne hat zur Band ihre ganz eigene Meinung und geht tierisch ab; Haareflattern inklusive.</p>
<p style="text-align: justify;">Danach wird es schlagartig übersichtlich im Auditorium und <strong>HATRED</strong> haben ihre liebe Mühe und Not, wenigstens ein paar Leute vor die Bühne zu locken. Ganz verständlich ist das nicht, denn es gibt recht anständigen oldschooligen ThrashMetal auf die Lauscherchen! Gut, die Musik glänzt jetzt nicht durch irgendwelche spektakulären Effekte, geht aber gut ins Ohr und animiert zum gepflegten Mitwippen. Es finden sich zwischenzeitlich noch ein paar Mosher vor der Bühne ein, die ihre ganz eigene Party feiern, im Großen und Ganzen bleibt das Publikum aber träge&#8230;.</p>
<p style="text-align: justify;">Eigentlich sind <strong>DESASTER</strong> ja ein Garant für ein gut gefülltes Haus, aber auch hier sind die Reihen eher mager besetzt. Die Jungs aus Koblenz liefern davon recht unbeeindruckt eine sehr gute Show ab und schleudern ihren Mix aus Death und BlackMetal ins Publikum, der zum Haare zauseln geradezu einlädt. Die ersten Reihen fühlen sich auch sofort angesprochen, während weiter hinten betretenes Rumstorchen herrscht. Der Vorteil von <strong>DESASTER</strong> ist, dass die Musik extrem gut ins Ohr geht und nie langweilig wird, weil sie recht variabel angelegt ist. Einfach unaufdringlich gut!</p>
<p style="text-align: justify;">Fazit: Insgesamt gesehen ein angenehmer Abend, der gut organisiert war und nur kleine Schwächen hatte, z. B. die Running Order: Warum die Startnummern von Defloration und Hatred nicht getauscht wurden, ist mir ein Rätsel, zumal man damit mehr Leute hätte halten können. So war nach Gorilla Monsoon die Luft raus und ein Großteil der Leute verzichtete auf Hatred und Desaster. Ansonsten gibt es nichts zu meckern, die Bandaufteilung auf die beiden Tage war in sich stimmig und auch der Preis war mit 12 Euro pro Abend angemessen! Man darf also auf eine Neuauflage gespannt sein!</p>
<p style="text-align: justify;">Aushilfsfotograf: Herr Halling (Dank dafür!). Die Bilder findet ihr <a href="http://www.friendsofmisery.de/content/?page_id=9">HIER</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.friendsofmisery.de/content/?feed=rss2&amp;p=737</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Satyricon, Shining, Dark Fortress, Posthum - Z7, Pratteln/ Schweiz</title>
		<link>http://www.friendsofmisery.de/content/?p=638</link>
		<comments>http://www.friendsofmisery.de/content/?p=638#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 25 Dec 2009 12:14:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Germanenhelga</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gastauftritt]]></category>

		<category><![CDATA[Liveberichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.friendsofmisery.de/content/?p=638</guid>
		<description><![CDATA[Es ist Sonntag, der Sonntag, an dem der zottelige Alte was in die Stinkestiefel der kleinen Kinder, und auch in meine, steckt, und wir stehen einsam auf dem Bahnhof in Pratteln. Da wir nicht genau wissen, wo das Z7 nun eigentlich ist, fragen wir einen ebenso einsamen Mann. Seine Geste gen Horizont ist wortgewaltiger als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es ist Sonntag, der Sonntag, an dem der zottelige Alte was in die Stinkestiefel der kleinen Kinder, und auch in meine, steckt, und wir stehen einsam auf dem Bahnhof in Pratteln. Da wir nicht genau wissen, wo das Z7 nun eigentlich ist, fragen wir einen ebenso einsamen Mann. Seine Geste gen Horizont ist wortgewaltiger als seine Worte und hat so was von ihr-müsst-da-runter-bis-ans-Ende-der-Welt-aber-das-ist-ja-gleich-da-hinten! Misstrauisch treten wir den Marsch an, um nach einer Viertelstunde erschöpft aufzugeben und umzudrehen. Wir nehmen dann doch lieber ein Taxi und sind in 5 Minuten, für schlappe 11 Franken, am Ort des Geschehens. Als wir vorfahren, drängelt sich bereits ein ansehnlicher Haufen Metaller bei ungemütlichem Dauernieselregen vor dem Eingang und bevor die Stimmung in Murren umschlägt, wird uns Einlass gewährt. Das Z7 sieht von außen ganz unscheinbar aus, entpuppt sich aber als riesige Halle, die äußerst gemütlich eingerichtet ist und für 1600 Mann Platz bietet. Ganz so viele sind dann heute doch nicht da, aber es herrscht angenehmes Gedränge und freudige Erwartung.</p>
<p style="text-align: justify;">Zunächst betreten die Jungs von <strong>POSTHUM</strong> aus Norwegen die Bretter und bieten einen recht trägen Einstieg in diesen Knallerabend, der vom Publikum auch kaum wahrgenommen wird. Vor der Bühne gähnt ein riesiges Loch, welches ein paar Fans zu füllen suchen, und auf der Bühne herrscht Mikadostimmung: Wer sich zuerst bewegt, hat verloren. Geboten wird hier DüsterMetal, der ein paar schöne Grooves aufweist und ab dem dritten Song Fahrt aufnimmt. Sänger Jon belebt das Ganze mit seiner recht rotzig-dreckigen Stimme und gegen Ende lassen sich sogar manche Metaller dazu hinreißen, die Mähne kreisen zu lassen. Bei <strong>Posthum</strong> ist definitiv noch Luft nach oben!  Die Ansätze Richtung BlackMetal sind vielversprechend und wenn sich die Jungs darauf einigen könnten, ihren Bewegungsradius auf 10 cm pro Mann hochzuschrauben, könnte das direkt noch was werden.  Die Frage, ob sie  nun verunsichert sind, das Bühnenmikado ihrem nordischen Naturell entspricht oder sie schlicht keine Lust haben, bleibt  jetzt mal unbeantwortet im Raum stehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit <strong>DARK FORTRESS</strong> betritt nun eine Band die Bühne, die in früheren Zeiten in meinen Augen und Ohren keine Gnade fand. Zu theatralisch im Auftreten und die Musik zu oft von anderen Bands gehört. Aber: Die Jungs haben mit dem neuen Material definitiv einen großen Schritt nach vorne gemacht und sich aus dem Schatten Anderer herausgearbeitet! Mit Songs der &#8220;Eidolon&#8221;-Scheibe können die Jungs das Publikum ebenso überzeugen wie mit dem neuen Material von der bald erscheinenden &#8220;Ylem&#8221;-Platte. Sänger Morean hat die übertriebenen Posen gegen Bescheidenere ausgetauscht und ist durchaus in der Lage, die anwesende Meute richtig mitzureißen. Musikalisch gesehen gibt es hier sehr ansprechenden BlackMetal auf die Lauscherchen, der mit seinem Geballer und dem verbalen Gekeife jedem BlackMetaller zu neuer Blüte verhilft! Mal schleppend langsam mit gequälten Growls, mal schnelles Geballer, das dermaßen gut ins Ohr geht, dass eigentlich keiner im Publikum still steht. <strong>DARK FORTRESS</strong> sind für mich eindeutig die positive Überraschung des Abends und liefern ein absolut geniales Konzert ab.</p>
<p style="text-align: justify;">Bevor nun die derzeit wohl skandalträchtigste BlackMetal-Band in punkto Performance auf die Bühne kommt, wuseln alle Anwesenden zu einer der riesigen Bars und auch ich hole mir noch einen Fingerhut voll Diesel, oder das, was die Eidgenossen dafür halten, ab. Neidisch blicke ich auf die Hand meiner Begleiterin, die eine Whiksy-Cola umfasst, welche die gleichen Ausmaße hat wie mein Mini-Diesel. Seufz.</p>
<p style="text-align: justify;">Herr Kvarforth baut derweilen auf der Bühne schon mal seine eigene Minibar auf: Whisky, Rotwein, Wasser.  Zu diesem Zeitpunkt ahnt noch keiner, dass diese Reserven bereits nach dem 6. Song vollkommen aufgebraucht sein werden. Mit angeklappten Ohren harrt das Publikum der Dinge und atmet förmlich auf, als sich Kvarforth zunächst recht handzahm zeigt. Mit Songs wie &#8220;Ytterligare Ett Steg Narmare Total Javla Utfrysning&#8221;, &#8220;Lat Oss Ta Alt Fran Varandra&#8221; oder auch &#8220;Langtar Bort Fran Mitt Hjarta&#8221; haben <strong>Shining</strong> das Publikum im Nu um den Finger gewickelt! Die Stimmung ist bombig und wird eigentlich nur von Kvarforths schwedische Hasstiraden gegen zwei Personen im Publikum gestört, die an diesem Abend aber die einzigen Aussetzer darstellen. Die Anwesenden sind denn auch ziemlich zwischen Verachtung und Begeisterung hin und her gerissen; mal gibt es Buh-Rufe, nach jedem Song  aber geradezu frenetischen Applaus. Im Laufe des Auftritts beruhigt sich der junge Mann am Mikro und jegliche Skandale bleiben aus, so dass man sich voll auf die Musik konzentrieren kann. Leider ist das Mikro so leise eingestellt, dass die gequält dahingehauchten Passagen vollkommen untergehen, was natürlich sehr unschön ist, ebenso unschön  wie die eingespielten Keyboardpassagen, die dadurch vollkommen unecht wirken. Zum Schluss gibts noch als Schmankerl ein unveröffentlichtes Stück, dessen schwedischen Endlos-Titel ich jetzt nicht adäquat wiedergeben kann. Insgesamt gesehen ein genialer Auftritt, der zumindest meine Lieblingssongs  &#8220;berücksichtigt&#8221; und von dem das gesamte Publikum lauthals begeistert ist!</p>
<p style="text-align: justify;">Dass Satyr von <strong>Satyricon</strong> ne olle Diva ist, wussten wir ja schon länger, dass er aber sein Publikum geschlagene 20 Minuten bei bereiteter Bühne warten lässt, ist auch mir neu. Leises Gemurre macht sich breit, das aber sofort vergessen ist, als sich der Meister mit seinen Mannen, plus Tastenfrau, auf die Bühne stürzt und mit &#8220;With Ravenous Hunger&#8221; ansatzlos in die Vollen geht! Geboten werden hier nur die Filetstückchen der letzten Platten, angefangen bei &#8220;Now, Diabolical&#8221;, &#8220;The Wolfpack&#8221;, &#8220;Commando&#8221; über &#8220;Supersonic Journey&#8221;, &#8220;Die By My Hand&#8221; bis hin zu &#8220;Forhekset&#8221; und &#8220;Mother North&#8221;. Wer jetzt erwartet, dass ich hier den absolut genialen Black&#8217;n'Roll-Sound von <strong>Satyricon</strong> nochmals erläutere, wird wohl enttäuscht sein: Wer <strong>Satyricon</strong> nicht kennt, ist tot! Mehr gibt es da nicht zu sagen. Leider müssen wir, aufgrund diverser Umstände, viel zu früh dieses Knallerkonzert verlassen und schleichen traurig zum Bahnhof. Das letzte Satyricon-Konzert in altem Gewand hätten wir schon ganz gerne komplett gesehen. Naja, in drei Jahren wollen sie ja wiederkommen&#8230;.</p>
<p style="text-align: justify;">Fazit: Der Abend war eindeutig mein persönliches Konzerthighlight des ausklingenden Jahres, der nur gute Bands im Gepäck hatte und nicht so genreübergreifend angelegt war, wie es neuerdings so üblich ist! Das Z7 ist eine sehr angenehme Lokalität, in der man von hektischer Organisation als Besucher so gar nichts mitbekommt: Alles ist auf den Punkt hergerichtet, die Barbedienung ist so freundlich wie sie sein sollte und alles läuft wie am Schnürchen. Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt in jedem Fall, auch wenn man sich erst ein wenig an die Bierpreise gewöhnen muss, die hier natürlich viel höher sind als in Deutschland. Für den Fall, dass mich mal wieder ein Nachtzug in die Schweiz bringt, schlage ich hier auf jeden Fall wieder auf!</p>
<p style="text-align: justify;">Ein dickes Dankeschön geht an:</p>
<p style="text-align: justify;">Stefan vom <a href="http://www.z-7.ch" target="_blank">Z7</a> für die freundliche Rundumbetreuung.</p>
<p style="text-align: justify;">Daniel Strub für die <a href="http://www.friendsofmisery.de/content/?page_id=9" target="_self">Fotos</a> - also, die schönen Fotos! (Die Häßlichen sind von mir&#8230;)</p>
<p style="text-align: justify;">
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.friendsofmisery.de/content/?feed=rss2&amp;p=638</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Headtwisting Gig Bang II - Halle 5 e.V., Leipzig</title>
		<link>http://www.friendsofmisery.de/content/?p=611</link>
		<comments>http://www.friendsofmisery.de/content/?p=611#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 08:16:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Germanenhelga</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Liveberichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.friendsofmisery.de/content/?p=611</guid>
		<description><![CDATA[Der Abend stellt eine Fortsetzung der Reihe „Experimentelle Metal-Musik&#8221; dar, die von Stewa zwecks Konzertlandschaft-Erweiterung  in Leipzig ins Leben gerufen wurde und so schwingen wir uns bei geradezu frühlingshaften Temperaturen in die Halle 5 e.V., um mal zu schauen, was so auf dem Tablett liegt.

DELTA CEPHEID aus Sachsen eröffnen den heutigen Reigen und präsentieren recht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Der Abend stellt eine Fortsetzung der Reihe „Experimentelle Metal-Musik&#8221; dar, die von Stewa zwecks Konzertlandschaft-Erweiterung  in Leipzig ins Leben gerufen wurde und so schwingen wir uns bei geradezu frühlingshaften Temperaturen in die Halle 5 e.V., um mal zu schauen, was so auf dem Tablett liegt.<br />
<strong></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>DELTA CEPHEID </strong>aus Sachsen eröffnen den heutigen Reigen und präsentieren recht ansprechenden progressiven DeathMetal, der ganz galant ins Ohr fluppst. Herr Jürgen am Mikro röchelt und grunzt sich durchs Repertoire, schöne Melodieläufe und ordentliche Kopfnickparts untermalen den positiven Gesamteindruck, den die Band bei mir hinterlässt. Etwas schleierhaft dagegen erscheint mir die Aufgabe die Fräulein Christiane übernimmt, denn die weiblichen Vocalparts wirken, auch ob der schüchternen Art eben jener Dame, seltsam deplaziert. Hier ist sicherlich noch Luft nach oben. Das anwesende Publikum übt sich in dezenter Zurückhaltung und kommt so gar nicht in Schwung, obwohl der Sound so dermaßen laut ist, dass eigentlich jeder inzwischen wach sein dürfte. Gegen Ende sind dann auch alle geistig anwesend und fordern brav eine Zugabe, die umgehend folgt. Zum Auftakt schon mal sehr anständig!</p>
<p style="text-align: justify;">Was nun folgt, könnte man als gruselig bezeichnen! <strong>VILDHJARTA</strong> aus Schweden bezeichnen sich selbst als Metalband der experimentellen und progressiven Art, was als Beschreibung dieser Band in meinen Augen bei Weitem nicht ausreicht! Experimentell und progressiv wäre ja noch einigermaßen OK, aber es klingt viel schlimmer. Die 6 Jüngelchen, oder waren es die 7 Zwerge, verfolgen eher den NuMetal/ Metalcore-Stil, wobei man das Wort „Metal&#8221; gar nicht sagen möchte; das wäre eine Beleidigung für alle guten Metalbands. Im fast schon HipHop-anmutenden „Style&#8221; hüpfen die Jungs über die Bühne und statt auf Klasse setzt man hier auf Masse. Der zweite Sänger mit seinem unkontrolliertem Gejaule ist vollkommen fehl am Platz, jedes Bandmitglied spielt anscheinend sein eigenes Konzert und auch sonst wird hier nichts geboten, was einen irgendwie vom Hocker hauen könnte. Logische Schlussfolgerung ist das Gedränge draußen vor der Tür. Mein lieber Herr Gesangsverein&#8230; !</p>
<p style="text-align: justify;">Nach dieser Pleite kann es ja nur noch besser werden! Wird es auch.<br />
Mit <strong>IN-QUEST</strong> aus Belgien kommt endlich Schwung in den Laden, wenn auch etwas verspätet: Das Banner hängt schief und die letzten Falten müssen selbstverständlich von Hand ausgebügelt werden. Nun gut, jeder hat so seine Macke aber was viel wichtiger ist: Die Jungs können überzeugen. Hier gibt es volle Dröhnung DeathMetal mit Hang zum Ami-Stil auf die zwischenzeitlich stark strapazierten Lauscherchen, der nichts vermissen lässt: Drückender Sound, kleine verspielte Frickeleien an den Saiteninstrumenten, kraftvolle Vocals eines extrem selbstbewussten Sängers und dazu moshbare Parts, die sich galant mit schnellen Passagen abwechseln. Ahh, was für eine Wohltat! Die Jungs zocken sich denn auch eine gute Stunde durch ihr Material und geben mehrere Zugaben, die vom Publikum dankend angenommen werden; fast hat man den Eindruck, es wolle die Band gar nicht von der Bühne lassen. Ein sehr gelungener Abschluss des heutigen Abends!</p>
<p style="text-align: justify;">Fazit: Trotz der zwischenzeitlichen Lärmbelästigung in Form von Vildhjarta kann man an diesem gut organisierten Abend nichts aussetzen: Preis-Leistung ist OK, das Publikum ist willig und die Bandauswahl geht mit einem zugequetschten Auge auch in Ordnung. Wer sich selbst einmal davon überzeugen möchte: Die nächste Runde dieser Reihe ist für April in Planung.</p>
<p>In-Quest - Made Out Of Negative Matter (2009)<br />
Vildhjarta - Omnislash (2009)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.friendsofmisery.de/content/?feed=rss2&amp;p=611</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Endstille, Hollenthon, God Dethroned, Kinnara - B58, Braunschweig</title>
		<link>http://www.friendsofmisery.de/content/?p=602</link>
		<comments>http://www.friendsofmisery.de/content/?p=602#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 10:44:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Berzerker</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Liveberichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.friendsofmisery.de/content/?p=602</guid>
		<description><![CDATA[Es ist Donnerstag und einen Tag vor Wochenendbeginn steht bereits ein Metal-Leckerbissen an, der uns als vielversprechende &#8220;Triple-Headliner-Tour&#8221; ins entfernte Braunschweig lockt. So gibts nun hier einen quasi &#8220;Auslandsbericht&#8221;, der ein Licht auf die Konzertlandschaft jenseits der mitteldeutschen FOM-Grenzen werfen soll. Auf dem Programm steht ein reizvoller Mix mit Sahnestücken aus Death- und Black-Gefilden sowie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es ist Donnerstag und einen Tag vor Wochenendbeginn steht bereits ein Metal-Leckerbissen an, der uns als vielversprechende &#8220;Triple-Headliner-Tour&#8221; ins entfernte Braunschweig lockt. So gibts nun hier einen quasi &#8220;Auslandsbericht&#8221;, der ein Licht auf die Konzertlandschaft jenseits der mitteldeutschen FOM-Grenzen werfen soll. Auf dem Programm steht ein reizvoller Mix mit Sahnestücken aus Death- und Black-Gefilden sowie lokalem Support.</p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem die Anreise reibungslos hinter uns liegt, gehts direkt in den Jugendclub B58, dessen Name mehr an einen Bomber aus dem 2. Weltkrieg erinnert als an eine öffentliche, gemeinnützige Einrichtung der Stadt Braunschweig. Wie dem auch sei - geboten wird feinste Club-Atmosphäre mit einer vielleicht etwas zu kleinen Bühne. Aber es bleibt abzuwarten, wie die Bands des Abends sich dieser Herausforderung stellen.</p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem das ein oder andere dickbäuchige Bierfläschlein (irgendwie gibts hier kein Bier in groß&#8230;Das Maß ist hier ein kleines untersetztes Hopfengetränk namens Wolters) den Weg zum Mund des Autors fand gehts auch schon los mit den Lokalmatadoren von <strong>KINNARA</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;">Da Name und Stil der Band Ortsfremden wohl völlig unbekannt sind, steigt die Neugier und wir begeben uns zur Bühne. Die ist dann auch schon im Wortsinn gerammelt voll - hier stehen Gitarrist, Bassist, Sänger und Zweitgitarrist schön zusammengekuschelt Arm an Arm nebeneinander und versuchen ihr Glück, das Publikum auf die 3 folgenden Bands einzustimmen.<br />
Das will aber irgendwie nicht so ganz gelingen - zum Einen sind die knapp 40 Anwesenden nicht willig sich, trotz der unzähligen Aufforderungen des Fronters, zur Bühne zu bewegen und zum Anderen ist der Sound doch recht überregelt und so gehen einige Facetten der Band im Soundsalat unter. Zu hören gibt es durchaus unterhaltsamen, kurzweiligen sehr groovigen Death Metal, der irgendwas zwischen Six Feet Under und brutalem Death-Grind ist. Die Songs variieren zwar, jedoch lässt der Ein oder Andere den Klimax vermissen und wirkt dadurch etwas langgezogen. Das Potential ist aber durchaus erkennbar und nach einem After-Show-Gespräch mit der Band, denke ich hier eine interessante Gastauftritt-Option für FOM gefunden zu haben. Vielleicht also in Kürze mehr im GASTAUFTRITT.</p>
<p style="text-align: justify;">Als zweite Band des Abends und somit gewissermaßen dritter Headliner sind heute nach dem Rotationsprinzip<strong> GOD DETHRONED</strong> an der Reihe. Und sofort wird auch erkennbar, welche Band heute Ziel der Fans ist - definitiv die Holländer. Da Fronter Henri auch gleichzeitig die Leadgitarre in den Händen  hält, ist ein Platz frei auf der Bühne und so haben es die 4 Oranjes auch deutlich bequemer. Ohne großes Bla gibts direkt in die Fresse mit den ersten zwei Songs der neuen Scheibe. Das Publikum steht jetzt an der Kante der Bühne (geht doch!!!) und die Textsicherheit der ersten 3 Reihen ist erstaunlich. Wie Hardcore-Fans der Kelly Family wird energisch jeder Song mitgegröhlt und die Stimmung steigt mit jedem Song. Die Auswahl dieser trägt dazu ebenfalls bei, denn die Holländer schaffen es, in ihre 45 minütige Spielgelegenheit ein Potpourri ihre besten Stücke zum Besten zu geben. Mit &#8220;Villa Vampiria&#8221;, &#8220;Into the lungs of hell&#8221; über &#8220;Sigma Enigma&#8221;, &#8220;Serpent King&#8221; und etlichen neuen Songs wie &#8220;Drowning in mud&#8221;, &#8220;Behind enemy lines&#8221; und natürlich dem neuen Übersong &#8220;Poison Fog&#8221; gibts alles zu hören, was das <strong>GOD DETHRONED</strong>-Fanherz höher schlagen lässt. Rückblickend betrachtet definitiv der beste Gig des Abends. <strong>GOD DETHRONED</strong> muss man live gesehen haben!</p>
<p style="text-align: justify;">Nun folgt als zweiter Headliner des Bundes <strong>HOLLENTHON</strong>. Der Wiener-Dark-Metal will aber so garnicht in unser Ohr gehen und so gesellen wir uns nach draussen, wo<strong> </strong>sich <strong>GOD DETHRONED</strong> Fronter Henri unters Volk mischt und vergnügt mit den Metalheads austauscht.</p>
<p style="text-align: justify;">Headliner des Abends sind heute <strong>ENDSTILLE</strong>, die nach dem Verlust ihres charismatischen Sängers Berichten zufolge nun mit <strong>KOLDBRANN </strong>Sänger Mannevod live überzeugen wollen. Aber Pustekuchen! Nichts zu sehen von dem Nordmann. Stattdessen betritt <strong>ENDSTILLE </strong>die Bühne ohne Gitarristen, welcher sich den Arm bei einem Unfall verletzt hat und mit einem kleinen Mexikaner (namens Lugubrem aus der mexikanischen Band <strong>MORDSKOG</strong>) der diesen Abend wohl schon zu viele &#8220;selbstgerollte&#8221; Zigaretten konsumiert hat. Jedenfalls fuchtelt dieser während des Gigs ständig mit einem Messer herum und präsentiert als Showeinlage des Öfteren seinen Mut eben dieses Messer sauber zu lecken - toll!<br />
Nun ja, als Nachfolger von Iblis die Fans zu gewinnen ist die eine Sache - die Interpretation der Songs die andere. Erkennbar ist jedenfalls, dass der neue Fronter versucht in die Fußstapfen seines Vorgängers zu treten und so ist der Hang zur Imitation von diesem doch sehr offensichtlich. Trotz alledem gelingt es der Band doch immer wieder, all diese Querelen vergessen zu machen und erinnern daran, weshalb sie heute auf der Bühne stehen - um BLACK METAL zu performen und die langjährigen Fans zu überzeugen. Streckenweise gelingt das auch sehr gut und die Menge lässt zu Songs wie: &#8220;Verführer&#8221;, &#8220;Endstilles Reich&#8221; und &#8220;&#8230;of Disorder&#8221; fast einheitlich die Haare im Takt fliegen. Zum Schluss gibts dann, wie immer, &#8220;NAVIGATOR&#8221; als Krönung bevor die Band den Abend beendet und uns in die kalte Nacht entlässt.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Fazit des Abends fällt leicht: <strong>GOD DETHRONED</strong> konnten sich meiner Meinung nach als einzig wahrer Headliner dieser &#8220;Triple-Headliner-Tour&#8221; beweisen - die Show war professionell und eine Symbiose aus Fan-Nähe und brillanter Performance.<br />
<strong>HOLLENTHON </strong>wirken für mich in diesem Billing etwas deplaziert, schaffen jedoch die benötigte Abwechslung auf einer solchen Tour. <strong>ENDSTILLE </strong>haben ihr Kernproblem offenbart: die Band muss sich zuerst selbst finden und solide aufstellen, bevor sie wieder zu alter Stärke zurückfinden wird. Für Location und Fans: Beide Daumen hoch! Auf jeden Fall einen Besuch wert!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.friendsofmisery.de/content/?feed=rss2&amp;p=602</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>W.A.S.P., The Bulletmonks - Hellraiser, Leipzig</title>
		<link>http://www.friendsofmisery.de/content/?p=581</link>
		<comments>http://www.friendsofmisery.de/content/?p=581#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 24 Oct 2009 08:52:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Germanenhelga</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Liveberichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.friendsofmisery.de/content/?p=581</guid>
		<description><![CDATA[Seit einer Woche nasskaltes, verregnetes Wetter und die Laune bereits im Keller. In dieser negativen Verfassung lasse ich mich sogar dazu überreden, in den Hellraiser zu fahren, um mir W.A.S.P. anzuschauen, die schon seit Dekaden aktiv sind, jedoch noch nie den Weg in meine Musiksammlung gefunden haben. Ein Blick auf die Seite der Herren verrät [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Seit einer Woche nasskaltes, verregnetes Wetter und die Laune bereits im Keller. In dieser negativen Verfassung lasse ich mich sogar dazu überreden, in den Hellraiser zu fahren, um mir <strong>W.A.S.P.</strong> anzuschauen, die schon seit Dekaden aktiv sind, jedoch noch nie den Weg in meine Musiksammlung gefunden haben. Ein Blick auf die Seite der Herren verrät mir die Devise des Abends: Horizonterweiterung in punkto Glam/HairsprayMetal der 80er Jahre. Also, Leo-Spandex an, Klappsband und Tonnen von Haarspray ins Haar, Kutte drüber geworfen und rein in die weißen Turnschuhe!<br />
Bei unserem Eintreffen scharrt sich bereits ein kleines versprengtes Häufchen Metaller aller Altersklassen vor dem Club, manche sogar wirklich in der eben beschriebenen Aufmachung, und nachdem wir uns frierend noch eine halbe Stunde die Beine in den Bauch gestanden haben, wird uns endlich Einlass gewährt.</p>
<p style="text-align: justify;">Zunächst haben <strong>THE BULLETMONKS</strong> die undankbare Aufgabe die Meute ordentlich anzuheizen. Undankbar deswegen, weil sie eigentlich keiner sehen will. Aber, die Jungs aus Nürnberg geben sich alle erdenkliche Mühe und schaffen es, mit ihrem rotzigen Rock&#8217;n'Roll wenigstens einige Metaller aus der Reserve zu locken. Im Grunde kann man ihnen ja nichts Schlechtes vorwerfen, wer vor so einer großen Band wie <strong>W.A.S.P. </strong>spielt, hat es nun mal schwerer. Insgesamt muss ich aber sagen, dass die Mischung aus Hellacopters und Motörhead sehr sympathisch daherkommt und im Nu sind die geplanten 40 Minuten vorbei. Als Opener vollkommen ok.</p>
<p style="text-align: justify;">Es folgt eine monströsen Umbaupause, in der sich die Metaller langsam dicht gedrängt vor der Bühne sammeln, in hinteren Bereich geht es etwas lockerer zu. Die ersten „W.A.S.P., W.A.S.P.&#8221;-Rufe hallen durchs Auditorium und die Meute scharrt ungeduldig mit den Füßen. Die auf der Bühne installierten Leinwände flammen auf (präsentiert werden vorwiegend alte Musikvideos und Amerika-kritische Filmchen) und schon schlüpft Drummer Mike unter großem Jubel an sein Arbeitsgerät. Es folgt der Rest der Band und dann geht es quasi ansatzlos in die Vollen. Schon beim ersten Song fühlt man sich irgendwie in die eigene Vergangenheit versetzt, als man noch aufgestylt in die Rockdisko ging und zu Bands wie Kiss abgehottet hat. Das Songmaterial von <strong>W.A.S.P.</strong> zeichnet sich nicht durch erhöhten Schwierigkeitsgrad aus sondern durch seine Bekanntheit und Leichtigkeit es mitzugrölen. Die Meute um mich rum macht davon auch regen Gebrauch und schon nach dem dritten Song gleicht der Hellraiser einer riesigen Partymeile: Es wird gesungen (meist etwas schief), gegrölt, gemosht und getanzt; sogar die älteren Semester lassen mal so richtig das bereits spärlich gewordene Haar fliegen oder schunkeln sich ein wenig mit der eigenen Frau durchs Geschehen. Mit Hitgranaten wie „The Idol&#8221;, „Chainsaw Charlie (Murders In The New Morgue)&#8221;, „Babylon&#8217;s Burning&#8221; oder auch „L.O.V.E. Machine&#8221; treffen die Jungs um Blackie Lawless voll ins Schwarze und bereiten den Anwesenden damit einen unvergesslichen Abend. Nach über einer Stunde scheint der Zauber schon vorbei, doch nach ein wenig Bettelei gibt&#8217;s als Zugabe „I Wanna Be Somebody&#8221;, quasi den Oberknüller schlechthin!, bevor die Band in den Katakomben verschwindet. Zurück bleibt ein strahlendes, glückliches und halb taubes (der Sound war ohrenscheinlich für ein Stadion ausgelegt!) Publikum.</p>
<p style="text-align: justify;">Als Fazit bleibt: Ich hätte es ja nicht gedacht aber diese Band ist in der Lage, Metaller aller Altersstufen zu mobilisieren und ein absolutes Konzerthighlight auf die Bühne zu zaubern, von dem man noch Wochen zehrt! Da <strong>W.A.S.P.</strong> nun schon seit 1981 durch die Musikwelt geistern ist es mir persönlich fast ein wenig peinlich, keine Platte von ihnen zu haben und wie ein Drops auf dem Konzert zu stehen, ohne in der Lage zu sein auch nur einen Song mitsingen zu können&#8230;. Falls ihr jemals die Gelegenheit bekommt, auf ein <strong>W.A.S.P.</strong>-Konzert gehen zu können, dann macht es, ihr werdet nicht enttäuscht! Diese Band ist Pflicht, genau wie Kiss oder Manowar, auch wenn man sich anfangs am liebsten ein wenig dagegen sträuben würde.<br />
Wer also seinen Geist in Richtung Glam/HairsprayMetal öffnen möchte, dem sei die aktuelle Scheibe „Babylon&#8221; wärmstens ans Herz gelegt.</p>
<p style="text-align: justify;">The Bulletmonks &#8220;Weapons Of Mass Destruction&#8221; (2009)<br />
W.A.S.P. &#8220;Babylon&#8221; (2009)</p>
<p style="text-align: justify;">
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.friendsofmisery.de/content/?feed=rss2&amp;p=581</wfw:commentRss>
		</item>
	</channel>
</rss>

