6. Chronical Moshers Open Air - Hauptmannsgrün, Vogtland

erstellt von Germanenhelga am 25.06.08

Endlich!, für uns geht’s zum ersten Festival des Jahres. Gutgelaunt schwingen wir uns ins Auto und düsen Richtung Hauptmannsgrün zum Chronical Moshers. Das Wetter ist äußerst angenehm; leicht bedeckt, dann mal wieder ein bisschen Sonne und so muss man sich keine Sorgen machen, irgendwann triefend und verkohlt die Nerven zu verlieren.
Angekommen, reicht die Zeit locker aus, das Obdach aufzubauen und eine kleine Runde über das Gelände zu drehen. Es soll erst 19.30 Uhr losgehen, was auch recht vernünftig erscheint, so hat die arbeitende Bevölkerung die Chance alles mitzubekommen.

Als erste Band steht COMING FALL auf dem Plan und ich muss schon sagen: Ein sehr schöner Opener! Stilistisch bewegen sich die Jungs aus Zwickau zwischen Death und BlackMetal, mit leichter Schlagseite zu Zweitgenanntem, und kommen jedenfalls bei mir recht gut an. Der Sound ist gut, Thomas röhrt und grunzt sich durch alle Stimmlagen und für den 2ten Gig in der „Geschichte“ der Band ist das Ganze hier recht ansprechend. Einziges Manko ist die Unbeweglichkeit der Jungs auf der Bühne aber Metal ist ja kein Damenballett! [g]

Eigentlich sollen jetzt RECAPTURE die Bühne entern aber es spricht sich schnell rum, dass STEELCLAD folgen werden. Vor dieser Band graut es mir ein bisschen, denn ein kurzer Anspieler zuhause hatte mir verraten, dass hier ganz tief in die Klischeekiste gegriffen wird. Nun gut, auch ich bin lernfähig. Die Jungs kommen in voller 80er Jahre Kluft auf die Bühne, Spandexhosen (die jedem Einzelnen hervorragend steht), Nietenbeinschoner und natürlich ne Kutte am Leib, was mir die Lachtränen in die Augen treibt! Musikalisch wird volle Breitseite TrueMetal a la Judas Priest, Saxon etc., geboten, inklusive Eiergesang, und auch wenn man sich vehement sträubt, irgendwann erwischt man sich beim Mitwippen. Die Band hat Spaß an dem was sie macht und das merkt man ganz deutlich! Eine Dudelsackeinlage rundet den Gig ab und die Menge tobt! Ich gebe zu, so schlecht wie ich gedacht habe, ist die Band nicht und übrigens: „Das heißt nicht ‚Prost’ sondern ‚Priest’!!!“ (Zitat, Sänger). [g]

Es folgen PURGATORY und ich bin einigermaßen überrascht, denn offensichtlich tut den Jungs eine Openair-Bühne besser als ein kleiner Club. Viel agiler und spielfreudiger präsentiert sich die Band heute und ballert ihren kompromisslosen DeathMetal raus, was die Meute dankend annimmt. Insgesamt gesehen ein solider Gig mit neuem und altem Material aber ohne große Höhepunkte. [g]

Da war es wieder. Das Problem mit ARTLESS. Sie spielen drinnen und wir stehen draußen. Schnell das Bier hintergekippt und wir kommen gerade rechtzeitig, um dem Illdisposed-Cover zu lauschen. Die Menge ist wie immer begeistert, was wohl auch an dem eingängigen Sound der DeathMetal Kapelle liegen mag. Ein schöner Abschluss des Abends bevor die Metaldisse noch ein paar Leutchen zum Moshen animiert. Wir verziehen uns aber lieber Richtung Zelt, denn total Besoffenen beim Bangen zuzugucken, ist nicht so unser Ding.

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