Hackneyed, Roadkill, Destillat - Spinne, Markkleeberg

erstellt von Germanenhelga am 14.12.08

Die Markkleeberg Metalheadz haben an diesem echt ungemütlichen Abend zu einem gemütlichen Abend mit musikalischer Untermalung und Weihnachtsmann-Besuch geladen, und, obwohl wir uns ziemlich Mühe geben, kommen wir spät. Sehr spät. So spät, dass wir 2 Bands gar nicht sehen. Aber, es bleibt ja noch Evil Santa und auch die Jungs von HACKNEYED wollen uns gerne noch ihre Sicht der Dinge näher bringen.

DESTILLAT aus Leipzig fallen unserem stark verspätetem Eintreffen komplett zum Opfer und auch ROADKILL aus Dresden können uns nur noch die letzten Saitenzupfer um die Ohren schleudern; dann ist Schluss und wieselflink werden alle Instrumente verstaut.

Danach wird’s kurios und wer den Auftritt von Evil Santa und seinem Gehilfen noch nie gesehen hat, könnte denken, er sei in einer geschlossenen Anstalt gelandet, aber, das, was man hier zu sehen bekommt, ist Tradition: Zwei Männer in albernen Weihnachtsmann-Kostümen stehen mit einer Pulle in der Hand auf der Bühne und verteilen, zu passender Sinnlos-Mucke von diversen Spaßbands, T-Shirts, Cd’s und Ähnliches. Dazu wird noch sinnloser gegrölt und die Menge drängelt sich so vor der Bühne, dass manche Band ob des Zuspruchs neidisch werden könnte! Muss man einfach mal gesehen haben!

Nachdem sich alle Gemüter wieder ein wenig beruhigt haben und die neuen Eroberungen verstaut sind, entern die Jungs, oder sollte ich Jüngelchen sagen?, von HACKNEYED aus Abtsgmünd die Bühne. Dass diese Band „DIE Newcomer des Jahres“ sind, wie auf ihrer Homepage angedeutet wird, ist doch etwas zu bezweifeln, denn auch diese Jungs erfinden das Rad nicht neu und präsentieren DeathMetal wie so viele andere Bands auch. Beachtlich ist allerdings, dass die Bandmitglieder noch extrem jung sind und trotzdem klingt die Band so als ob man schon seit Jahren durch die Lande tingelt. Die Musik wird nie wirklich langweilig, der passende Wechsel zwischen schnellen und extrem schleppenden Passagen peppt die ganze Sache ein wenig auf und auch der Sänger, obwohl manchmal kaum zu hören, wobei ich bei den Soundproblemen angekommen bin, mit denen die Band hartnäckig zu kämpfen hatte, schlägt sich ganz wacker, allerdings ohne irgendwelche Schnörkel, eher genretypisch, durch den Gig. Am Ende geht ihm dann etwas die Puste aus, was angesichts DER Luft, nein, das war keine Luft, denn Luft besteht aus Sauerstoff und hier gibt es keine Krume Sauerstoff mehr!, kein Wunder ist. Auch das Publikum ist merkwürdig ruhig und manche müssen aufpassen, dass sie nicht schlagartig einschlafen…

Damit bin ich bei dem einzigen Kritikpunkt angekommen: BITTE beim nächsten Konzert in den Pausen lüften. Früher hat das doch auch geklappt…! Ansonsten war der Abend ok, die Stimmung war irgendwie nicht ganz so ausgelassen wie sonst aber beim nächsten Mal wird wieder alles anders…


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